AG Kolloquium
Immer am ersten Dienstag im Monat, 18-19 Uhr auf Zoom:
Das Kolloquium ist das Diskussionsforum der AG. Es ist ein niedrigschwelliges Format für den Austausch über medienphilosophische Positionen. Es richtet sich an alle, die medienphilosophisch arbeiten, insbesondere an Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen, die ihre Projekte den anderen AG-Mitgliedern zur Diskussion stellen möchten. Das Kolloquium ist ein offenes Format. Jede:r kann selbst entscheiden, wie er/sie sein/ihr Projekt präsentieren möchte. Jeder:m Vortragenden steht eine Stunde zur Verfügung, die er oder sie selbst gestalten kann. Wir empfehlen eine kurze Präsentation von 10 Minuten und im Falle einer Respondenz, einen Kommentar von 5 Minuten durch eine:n Respondenten:in, den/die der oder die Autor:in vorab vorschlägt. Für die Diskussion sind 45 Minuten vorgesehen. Das Kolloquium findet während der Vorlesungszeit an jedem ersten Dienstag im Monat von 18–19h auf Zoom statt. Für die Dokumentation wird der/die Vortragende mit Titel, Abstract und Kurz-CV auf der Webseite genannt. Das Kolloquium wird nicht aufgezeichnet.
Wenn Sie an einer Präsentation interessiert sind, können Sie eine E-Mail an j.bennke@filmuniversitaet.de schicken unter Angabe von Wunschtermin, Titel, Abstract (ca. 150-200 Wörter), evtl. eine:n Respondent:in und einen kurzen wissenschaftlichen Lebenslauf (ca. 100 Wörter). Das Kolloquium wird von den Sprecher:innen der AG moderiert.
In diesem Semester haben wir zudem zwei außerordentliche Treffen zum Beitrag der AG Medienphilosophie auf der GfM Tagung zum Thema „Solidität“
5. Mai 2026 – Dr. Tom Ullrich & Dr. Martin Siegler (zu Natur-Technik-Konstellationen)
26. Mai 2026 – SOLIDITÄT: Abstimmung zum Beitrag der AG Medienphilosophie auf der GfM Tagung zum Thema „Solidität“
2. Juni 2026 – Dr. Clemens Finkelstein: Lyfe Styles: Medien und Umwelten im Exodesign
9. Juni 2026 – SOLIDITÄT: Finale Abstimmung zum Beitrag der AG Medienphilosophie auf der GfM Tagung zum Thema „Solidität“
7. Juli 2026 – (tba)
Wintersemester 2026 / 2027
13. Oktober 2026
Ungewissheit als Modellierungsproblem
Dr. Arantzazu Saratxaga (Universität Marseille)
3. November 2026
Ontographies. A Media Philosophy of Immanence
Prof. Dr. Lorenz Engell (Bauhaus Universität Weimar)
Ontographies proposes a radical shift, moving beyond the crisis of representation by embracing a philosophy of immanence, and offering a vital new perspective for understanding our media-saturated world. In light of recent media developments in algorithmic, digital and picture-based mediaspheres, we must accept that received models of representation (in politics, in the realm of signs, in philosophies of consciousness) have long since collapsed. Nothing stands for anything any longer; the world has a massive media ontological problem. This book provides readers with a way to, if not cope with this problem, then at least map it and thereby to think beyond it. The volume sets out the concept of ontographies as a completely different form of access to the world, one that can overtake (and ultimately replace) the media ontological challenge of our time. Through a rich tapestry of examples—from Wes Anderson’s The Darjeeling Limited and Oscar Cavandoli’s La Linea to analogue photography and algorithmic computation—Ontographies argues that the world does not operate via hierarchical structures of signification (signifier/signified, beings/Being, subject/object) but by way of immanent, operative processes of inscription that blur the boundaries between recording and reality. Whatever exists comes into being through graphic operations: ontography. Indeed, the world exists solely insofar as it operatively records and describes or is being recorded and described. This compelling, refreshing book presents a bold and provocative intervention in media philosophy, challenging the dominant frameworks of representation, ontology and mediation.
1. Dezember 2026
Das Rechenbare und das Unrechenbare. Zu den systematischen Grenzen von KI
Prof. em. Dr. Dieter Mersch (Zürcher Hochschule der Künste)
Der Vortrag unterscheidet zwischen Intelligenz und Denken und argumentiert für die systematische Andersartigkeit menschlichen Denkens gegenüber KI. Aufgezeigt wird, das letztere auf der mathematischen Reduktion von Bewusstsein auf Metacomputationen, von Reflexion (oder Denken des Denkens) auf Rekursion, von Semantik auf Syntax (oder Struktur und Muster) und Kreativität auf Randomisierungsverfahren sowie der Nichteliminierbarkeit des probabilistischen Model Collapses und statistischer Halluzinationen beruht und damit dem Denken gegenüber Inkommensurabel bleibt.
12. Januar 2027 – tba
2. Februar 2027
Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst
Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Elon Musk bezeichnet die Plattform X als »kybernetische Superintelligenz«, Mark Zuckerberg denkt Unternehmen als »lernende Organismen«, und der Erfinder der Datenbrille Google Glass sagt: »Die Kybernetik ist überall, wie Luft.« Diese Aussagen kommen nicht von ungefähr. Wer die Digitalisierung verstehen will, muss auf ihre kybernetischen Ursprünge schauen. In ihrem grundlegenden Buch zeichnet Anna-Verena Nosthoff ein umfassendes Panorama der Kybernetisierung der datafizierten Gegenwartsgesellschaft – von den ersten Prämissen der »Wissenschaft von Kommunikation und Kontrolle« über die Emergenz des Cyberspace bis hin zum aktuellen KI-Hype und zu technikautoritären Strömungen. Es zeigt sich: Die Kybernetisierung erfasst auch die Kritik – die sich daher neu erfinden muss, um zu überleben.
Sommersemester 2027
13. April 2027 (tba)
4. Mai 2027 (tba)
8. Juni 2027 (tba)
6. Juli 2027 (tba)
Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am AG Kolloquium haben, kontaktieren Sie gerne Dr. Johannes Bennke: j.bennke@filmuniversitaet.de